FOTO-WANDERUNG 169 – VON ASCHAFFENBURG NACH OBERNBURG AM MAIN
Wieder einmal eine Mainwanderung. Ausgangspunkt ist wie schon das eine oder andere Mal zuvor Aschaffenburg. Aber während der Leinpfad flussabwärts in Richtung Seligenstadt an vielen Stellen noch für längere Zeit gesperrt ist, können wir flussabwärts ohne Einschränkung bis zu unserem Ziel Obernburg am Main laufen.
Es ist Mai, aber viel zu spüren ist davon nicht. Es gibt viele Stunden lang keine Spur von Sonne, dafür weht mitunter ein kalter Wind, der eher an November als an Mai erinnert.
Nichtsdestotrotz ist es eine entspannende und auch interessante Wanderung, denn immer wieder können wir kleine Abstecher zu Örtlichkeiten machen, die entweder schön anzusehen sind oder eine Geschichte zu bieten haben, von der etwas zu erfahren sich lohnt.
Länge der Wanderung: ca. 21 Kilometer
Vor einigen Jahren sind wir von Aschaffenburg nach Sulzbach am Main gewandert und blieben dabei am – in Fließrichtung gesehen – rechten Mainufer, diesmal traben wir über die Aschaffenburger Willigisbrücke ans linke Mainufer.

Zunächst recht breite Wege. Wir können uns Zeit lassen, aber der vollkommen flache Weg lässt uns wie von selbst ein doch etwas zügigeres Tempo anschlagen.

Hier und da können wir ganz nahe ans Mainufer herantreten.

Am Wegrand entdecken wir plötzlich diese Treppe, über die wir in den Nilkheimer Hof gelangen. Noch zu Zeiten des bis 1806 existierenden Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation ließ hier ab 1782 der Mainzer Kurfürst ein Mustergut errichten, das einerseits zur Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion gedacht war, andererseits auch ästhetische Gesichtspunkte erfüllen sollte.
Die Geschichte des Nilkheimer Hofes und seiner Umgebung reicht aber noch weiter zurück. Bis zum Dreißigjährigen Krieg existierte ein Dorf mit dem Namen Nilkheim, das allerdings bis auf den Hof und eine Kapelle den Krieg nicht überstand und unterging.
Der heutige Aschaffenburger Stadtteil Nilkheim ist nur zu einem geringen Teil deckungsgleich mit den Grenzen des ehemaligen Dorfes Nilkheim.

Kleiner Rundgang durch den an den Hof sich anschließenden Nilkheimer Park


Warten auf den Regen. Nein, ganz so ist es auch wieder nicht, aber viel heller wird es erst einmal nicht.

Niedernberg, die nördlichste Gemeinde des Landkreises Miltenberg. Der Weg durch den Ort zieht sich. Immerhin finden wir am Ortsausgang ein schönes Plätzchen für eine Rast, die wegen des kalten Windes kürzer ausfällt als vorgesehen.
Niedernberg war im Jahr 1784 wie zahllose andere Orte in Deutschland vom damaligen Winterhochwasser betroffen, einer Naturkatastrophe der zu Ende gehenden frühen Neuzeit. Schneeschmelze und aufbrechendes Eis sorgten vielfach für Rekordpegel bei den Flüssen, und zwar keineswegs nur am Main.

Sehr entspanntes Gehen

Am Wegrand

Alte Dorfmauer in Niedernberg. Es gibt hier auch einen Dorf-Rundweg, auf dem man den Ort ein wenig erkunden kann. Auf unserem Weg durch das Dorf laufen wir zum Beispiel an einem mittlerweile restaurierten Wiegehäuschen vorüber, das früher als Vieh- und Fahrzeugwaage genutzt wurde.

Nicht erschrecken!

Ein sogenanntes Caravaca-Kreuz, benannt nach der Stadt Caravaca. Es ist ein Schutz- und Glaubenssymbol.

Am Niedernberger See


Schmaler Pfad oberhalb des Sees

Zurück auf dem normalen Radweg

Am Mainufer bei Großwallstadt. Auf der gegenüberliegenden Flussseite Kleinwallstadt.

Seepferdchen-Skulptur beim Freibad von Großwallstadt

Farben an einem grauen Tag

Plötzlich reißt die graue Wolkendecke auf und die Sonne kommt hervor. Von einer Sekunde auf die andere herrliche Frühlingsatmosphäre.

Wir nähern uns nun bereits unserem Ziel Obernburg am Main.


Und noch einmal ganz nahe am Mainufer


Am Main in Obernburg

Der Abschluss – Blick vom Fußgängersteg in Obernburg auf den Main

















