Wandertouren

FOTO-WANDERUNG 168 – MUHLEICHENWEG/BÖSRSBORN

Und schon wieder die Westpfalz. Vor einigen Wochen war es der Potzberg-Wanderweg, diesmal der Muhleichenweg kaum mehr als 10 Kilometer südlich davon. Ähnliche Abgeschiedenheit wie bei der damaligen Wanderung, aber im Gegensatz zu dieser kaum Steigungen und dementsprechend auch kaum nennenswerte Abstiege.
Es ist eine Wanderung, die wie geschaffen dafür ist, sich jede Menge Zeit zu lassen. Sie ist weder übermäßig lang noch in irgendeiner Weise schwierig zu bewältigen, deshalb kann man sich im Grunde bei jedem einzelnen Schritt auf das konzentrieren, was die Tour zu bieten hat.
Unterwegs bin ich diesmal mit Frank, einem langjährigen guten Freund.

Länge der Wanderung: ca. 11,5 Kilometer

 

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Tracks

 

 

Viele flache Wege, mitunter über Asphalt, aber auch oft durch Wald. Anfangs sogar noch recht kühl. im Laufe der Wanderung wird es jedoch stetig wärmer.

 

Knapp ein Fünftel der Börsborner Gemarkung bestehen aus Wald. Oft wandern wir durch frühlingshaft hellen Laubwald, die Schatten dünn wie Seidenpapier, um uns herum alle möglichen Variationen von Grün.

 

So oder so ähnlich sehen die Wege oft aus bei dieser Wanderung – recht breit, scheibengalaxieflach und über den Baumwipfeln erahnt man einen weiten Ozean von Himmel.
Wir befinden uns hier im Nordpfälzer Bergland, dessen höchste Erhebung – der 685 Meter hohe Donnersberg – allerdings rund 50 Kilometer nordöstlich von hier zu finden ist. Die Hügel um Börsborn herum sind dagegen nicht höher als höchstens 400 Meter.

 

Im Land der Schattenkorridore

 

Ganz ruhig stehen und beinahe zu so etwas wie einem Teil der Landschaft werden.
Von einem anderen Aussichtspunkt aus werden wir Burg Lichtenberg oberhalb von Kusel sehen, die größte Burgruine der Pfalz. Wie es scheint, wurde sie nie erobert oder zerstört, nicht einmal im Pfälzischen Erbfolgekrieg (1688 – 1697), als französische Truppen so ziemlich alles in der Pfalz verwüsteten, was eine Siedlung oder eine Burg war.

 

Noch ein Fernblick

 

Irgendwo im Wald unmittelbar neben dem Wegrand die Überreste eines keltischen Grabhügels. Relikte keltischer Besiedlung in der westlichen und nördlichen Pfalz gibt es viele – mehrere hundert wurden im Laufe der Zeit nördlich von Kaiserslautern entdeckt.

 

Baum-Aliens

 

Zahlreiche tolle Fernblicke

 

Wohltuende Abgeschiedenheit, aber weit genug weg von öder Verlassenheit, genau richtig für eine Wanderung. Die fast ausschließlich breiten Waldwege lassen jedoch oft den Eindruck aufkommen, lediglich einen kurzen Nachmittagsspaziergang zu unternehmen.

 

Endlich mal ein schmaler Pfad

 

Irgendwann stoßen wir plötzlich auf eine Art Märchenwald – zu sehen sind Schilder mit Auszügen aus Märchen der Brüder Grimm, Skulpturen von Märchenfiguren und auch ein Märchen-Memory.

 

Diese hellen, stillen Tage des Frühlings

 

Fast schon wieder zurück in Börsborn

 

Dann endlich die Muhleiche, am Rande einer Landstraße, eine halbe Gehminute vom Dorf entfernt. Ob sie tatsächlich 500 Jahre alt ist, wie vielfach zu lesen, ist wohl nicht gesichert.

 

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