Wandertouren

FOTO-WANDERUNG 165 – IN DEN WEINBERGEN BEI WEINSBERG

Die Weinberge an einem Sonntagmorgen bei Frühlingsbeginn, das lässt den Winter endgültig vergessen! Es lässt sich denken, dass es nicht die Weinberge allein sind, die dazu beitragen. Es ist ein Zusammenspiel von Nähe und Ferne, von dem, was wir in unserer unmittelbaren Nähe sehen, auf den Wegen, am Wegrand, und den weiten Blicken ins Land.
Weinsberg dürfte in erster Linie für die Burg Weibertreu bekannt sein, die im 11. Jahrhundert auf einem Hügel über der Stadt errichtet wurde. Der Name geht auf eine – angebliche oder vielleicht auch tatsächlich vorgefallene – Begebenheit aus dem 12. Jahrhundert zurück, als nach einer Belagerung der Burg und der folgenden Kapitulation die Frauen ihre Männer auf dem Rücken zur Burg hinaustrugen und sie so vor der Hinrichtung bewahrten.

Länge der Wanderung: ca. 11 Kilometer

 

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Von Beginn an frische Frühlingsluft

 

Wir betreten das Gelände der Burg nicht, sondern wandern unterhalb der Burg vorüber. Auffällig die Sandsteinmauern, in deren Ritzen sich verschiedene Pflanzen breitgemacht haben, u. a. die Fetthenne.

 

Der Weg wechselt immer wieder die Richtung und an vielen Stellen böten sich mehrere Wege an.

 

Diese freien Blicke sind eines der Hauptmerkmale der Wanderung.

 

Blick auf die Ruine der Burg Weibertreu. Die Geschichte der Burg ist eng mit dem Namen des vor allem als Dichter bekannten Justinus Kerner verbunden. Zusammen mit seiner Ehefrau Friederike und fünf weiteren Frauen gründete er im Jahre 1823 den Frauenverein Weinsberg. Die im Verfall befindliche Burg wurde wieder auf Vordermann gebracht – Trümmer wurden beseitigt, Wege angelegt usw. Um die Arbeiten finanzieren zu können, wurden Spenden gesammelt.
Kerner, nicht gar so weit weg von Weinsberg – in Ludwigsburg – geboren, war im Übrigen ein Vertreter der sog. Schwäbischen Dichterschule, der u.a. Ludwig Uhland, Eduard Mörike und Gustav Schwab angehörten.

 

Und weiter geht es durch die Weinberge.

 

Irgendwo zwischen Weinsberg und Heilbronn

 

Auf diese Fernblicke haben wir gewartet.

 

Wie vom Wind getragen schweben wir nun über die Wege. Aus allen Richtungen kommen Leute, allein, zu zweit, in größeren Gruppen.

 

Blick über Weinberge in Richtung der östlichen Heilbronner Stadtteile. Da unten irgendwo ist auch der Trappensee zu finden, ein 0,6 Hektar großes Gewässer, an dessen Ufer sich ein kleines Schloss befindet. Ein niederländischer Marineoffizier ließ es Ende des 18. Jahrhunderts erbauen. Der See selbst erhielt seinen Namen nach Ludwig Trapp, einen Bürgermeister Heilbronns Mitte des 17. Jahrhunderts.

 

Immer noch sehr windig. Aber es ist nun ein Frühlingstag wie aus dem Bilderbuch.

 

Die Fähigkeit, durch die Luft zu spazieren, wäre jetzt gar nicht so schlecht.

 

Wir befinden uns schon wieder recht nahe an Weinsberg. Auf dem letzten Teil der Wanderung traben wir an der Straße entlang in die Stadt hinunter und durch ein paar Stadtstraßen zum Bahnhof.

 

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