FOTO-WANDERUNG 160 – VON EBERBACH NACH ZWINGENBERG
Es ist eine dieser im Grunde geruhsamen, in scheinbarer Ereignislosigkeit verlaufenden Wanderungen, bei denen das Wesentliche und auch das Schöne im Kleinen liegen. Ein ruhiger Augenblick reiht sich an den nächsten, und während ich selbst mich voranbewege, scheint es mitunter, als sei die Welt um mich herum angehalten worden.
Es ist Februar, aber es könnte ebenso gut ein nebliger Krähentag im November sein. Über mir ein grauer, sonnenloser Himmel, und in nahezu jeder Richtung sieht es so aus, als existierten am Rande des Blickfeldes lichtlose Bereiche. Von Zeit zu Zeit regnet es, aber es ist meistens nur ein dünnes, unstetes Geniesel, das mich nicht weiter stört.
Länge der Wanderung: ca. 10,5 Kilometer
Ich starte im Eberbacher Stadtteil Neckarwimmersbach und trabe zunächst zum Neckarufer hinunter. Es ist bereits Nachmittag, und von Beginn an ist klar, dass ich während meiner rund zweistündigen Wanderung weniger Sonnenstrahlen zu sehen bekommen werde als Weizenfelder auf dem Merkur. Das macht aber gar nichts. Auch diese trübe Atmosphäre hat ihren Reiz.

Blick von der Neckarbrücke auf Eberbach. Ich überquere die Brücke aber nicht, sondern bleibe am Neckwarwimmersbacher Ufer und wandere von da am Ufer entlang in Richtung Rockenau.

Am Ortseingang von Rockenau

Hinter Rockenau. Blick auf den Neckar, dessen Wasser dunkel ist vom Regen der letzten Tage. Ruhige Impressionen mit ein paar Odenwaldhügeln. Weiter vorne sehe ich bereits die Staustufe, von der Neckarmündung in Mannheim an gerechnet ist das die siebte.

Blick auf die Staustufe

Ich passiere die Grenze vom Rhein-Neckar-Kreis zum Neckar-Odenwald-Kreis.

Das Rauschen dieses Baches ist schon von weitem zu hören. Ansonsten herrscht geradezu klösterliche Stille. Am Wegrand irgendwo ein alter Holzwegweiser, in welches das Wort „Burg“ eingeritzt ist. Gemeint ist die Burg Stolzeneck, deren Überreste hier irgendwo im Wald zu finden sind.

Heller wird es heute nicht mehr.

Auf der Höhe von Lindach, einem weiteren Stadtteil von Eberbach. Auf der Lindacher Flussseite endet der Leinpfad ein paar hundert Meter vor Zwingenberg, so dass ich dort dann an der Landstraße entlang weiterlaufen müsste oder vielmehr auf der Landstraße. Hier dagegen habe ich weiterhin einen breiten Waldpfad unter den Füßen, später dann einen Asphaltweg.


Blick auf das Zwingenberger Schloss, das sich in Privatbesitz befindet. Damit bin ich so gut wie am Ziel.

Neckarbrücke Zwingenberg, erbaut ab 2009

Blick auf Neckar und Schloss

Blick auf Neckar und Schloss an einem sommerlichen Tag










