FOTO-WANDERUNG 170 – DARMSTADT – SIEBEN-HÜGEL-STEIG
Eine Wanderung, die trotz der Bezeichnung „Steig“ und trotz der Anzahl von sieben Hügeln nicht als schwierig anzusehen ist. Anstiege gibt es selbstredend einige, aber sie fallen sämtlich moderat aus.
Die Tour weist einen hohen Waldanteil auf, bietet aber auch Passagen über offenes Gelände inklusive des einen oder anderen Fernblicks. Aber neben der Natur gibt es auch die Kultur, wenn man so will, und zwar in Form von Kunstinstallationen, welche teilweise sogar in den Wald integriert sind, und natürlich auch durch Park Rosenhöhe.
Länge der Wanderung: ca. 13 Kilometer
Unser Startpunkt ist Eberstadt, ein südlicher Stadtteil von Darmstadt. Eingemeindet wurde er allerdings nicht erst bei der großen Verwaltungsreform zu Beginn der 1970er-Jahre, sondern bereits 1937.
Zu unserer Überraschung erwartet uns Sonnenschein. Von Regen oder gar Gewittern – wie eigentlich angekündigt – keine Spur. Nicht lange und wir befinden uns bereits in Gefilden, die nicht mehr nach Stadt aussehen.

Und schon sind wir außerhalb von Eberstadt. Laufen an Streuobstwiesen vorüber und haben sogar schon den einen oder anderen kleinen Fernblick. Bereits jetzt zweifeln wir nicht mehr daran, dass wir eine schöne Wanderung vor uns haben.

Wir befinden uns hier im nördlichsten Teil des Odenwalds. Die Erhebungen sind hier bei weitem nicht mehr so hoch wie weiter südlich.

So in etwa sehen die Ausblicke aus, die sich uns auf den ersten Kilometern bieten.

Die erste Anhöhe ist bereits überwunden. Es ist still wie am Rande des Weltalls. Ab und zu sichten wir einen Radfahrer, der aber sogleich wieder hinter irgendeinem Hügel verschwindet. Am Wegrand fast so viele Bänke wie Grashalme. Es ist ohne jede Einschränkung schön hier.

Der erste richtige Fernblick. Ob Georg Büchner auf seinen Wanderungen um Darmstadt herum vor beinahe 200 Jahren auch irgendwo hier vorübergekommen ist? Auf jeden Fall war Goethe in Eberstadt und begann dort im Jahre 1775 mit seinem Tagebuch. Allerdings war Eberstadt nur eine kleine Zwischenstation auf einer Reise, die ihn letztendlich nach Italien bringen sollte.

Erste Rast


Lauschiges Plätzchen

Jetzt sogar schmale Pfade durch ein grünes Dickicht. Kaum Geräusche.

Ein Kunstwerk des dänischen Künstlers Gleb Dusavitskiy, das sich an den sogenannten „Bessunger Hasen“ anlehnt, auch Lapping genannt. Lapping stellt vermutlich eine Abwandlung des französischen Wortes „lapin“ („Kaninchen“) dar und ist ein Spitzname der Einwohner von Bessungen, einem Stadtteil von Darmstadt. Wahrscheinlich kam die Bezeichnung Ende des 18. Jahrhunderts während der französischen Besatzungszeit auf. Allerdings gab es Jahrhunderte früher tatsächlich ein Ansiedlungsprogramm für Kaninchen in der Gegend von Bessungen, das so aus dem Ruder lief, dass schließlich Abschussprämien für Kaninchen gezahlt wurden, da man ihrer nicht mehr Herr wurde.

Der rund 28 Meter hohe Ludwigsturm

Fernblick von unterhalb des Turms

Auch einen Waldkunstpfad gibt es hier. Einige der Installationen dieses Pfades bekommen auch wir zu Gesicht, so beispielsweise das Werk „Oyster Puryfing Mandala“ der amerikanischen Künstlerin Na Omi Judy Shintani.

Innere Balance & Wohlbefinden

Auf dem Weg zum nächsten der sieben Hügel, dem Herrgottsberg

Der Bismarckturm auf dem Dommerberg (bzw. Dommersberg), der allerdings wegen Bauschäden seit längerer Zeit nicht zugänglich ist. Dort oben recht dichte Frühlingsvegetation, wie überhaupt auf der gesamten Wanderung viel, viel Grün zu sehen ist.

Zur Ruhe kommen

Wunderbarer Waldpfad

Abschluss im Park Rosenhöhe, entstanden um 1810 herum auf dem Areal eines ehemaligen Weinbergs













