Wandertouren

FOTO-WANDERUNG 182 – VON MARBACH NACH REMSECK

Eine tolle Herbstwanderung am Neckar entlang, von Marbach flussaufwärts nach Remseck. Von Anfang bis Ende vollkommen flache Wege, und zwar stets fast unmittelbar am Ufer entlang. Anfangs Grau in Grau, wie die Tage zuvor auch, gegen Mittag dann aber strahlender Sonnenschein.

Länge der Wanderung: ca. 17 Kilometer

 

Novemberatmosphäre, aber immerhin kein Regen. Vom Marbacher Bahnhof aus laufen wir zum Neckar. Aber nicht auf der Direttissima, denn einen kleinen Abstecher müssen wir unbedingt machen.

 

Und zwar zum Geburtshaus von Friedrich Schiller, der hier in Marbach im Jahr 1759 geboren wurde.

 

Unverkennbar Herbst

 

Blick über den Neckar, der hier natürlich weniger breit ist als weiter flussabwärts bei Heilbronn, Eberbach oder Heidelberg, jenen Städten also, die normalerweise Schauplätze unserer Neckarwanderungen sind.
In Marbach befindet sich eine Schleuse, Nummer 18 von der Neckarmündung in Mannheim an gerechnet. Dass sich die Schleuse in Marbach befindet, ist dabei allerdings nicht wirklich zutreffend, denn obgleich sie die Bezeichnung „Schleuse Marbach“ trägt, befindet sie sich auf der Gemarkung des Nachbarortes Benningen.

 

Noch ein Neckarblick

 

Es ist um Nuancen heller geworden, aber die Sonne ist noch immer eher zu erahnen als zu sehen. Wir haben einerseits Aufmerksamkeit für den Weg, andererseits aber auch für die Szenerien, die sich uns entlang des Weges bieten. Und damit ist keineswegs nur der Neckar gemeint, denn rechts von uns gibt es ebenfalls einiges zu sehen, vor allem viele Steilhänge mit Trockenmauern und auch Weinlagen. Marbach und die umliegenden Dörfer sind vielfach traditionelle Weinbauorte. Im Stadtwappen von Marbach findet sich sogar eine Weintraube.
Die Trockenmauern haben natürlich u. a. die Funktion, in den Steilhängen als Stützfaktoren zu dienen. In regelmäßigen Abständen führen enge Treppen in die Hänge hinein, deren einzelne Stufen sämtlich so eine Art Eigenleben zu führen scheinen. Und natürlich sind sie steil, diese Treppen, sehr steil.

 

Ganz langsam kämpft die Sonne sich hervor.

 

Wir befinden uns nun auf der Höhe von Hoheneck, einem Stadtteil von Ludwigsburg. Wie in so manch anderem Ort in der näheren und weiteren Umgebung gibt es hier eine nicht geringe Anzahl von Fachwerkhäusern.

 

Wunderbares Gehen

 

Zwischen Hoheneck und Poppenweiler in den sogenannten Zugwiesen, einer sehr schönen, kleinen Auenlandschaft, die uns ganz in ihren Bann zieht. Und jetzt endlich ist auch die Sonne da.

 

Reiher in Habachtstellung

 

„Zwei weiße Schwäne mit gebognem Hals/Ziehn lautlos gleitend auf der dunklen Flut…“ (Hugo Salus, „Die Schwäne“, 1898). Schwäne kommen auch in Gedichten deutlich bekannterer Dichter vor, so in Rilkes „Der Schwan“, ebenso im Gedicht „Die wilden Schwäne auf Coole“ des Literaturnobelpreisträgers William Butler Yeats und natürlich in einem der berühmtesten Gedichte Hölderlins, nämlich „Hälfte des Lebens“.
Hölderlin und Schiller kannten einander gut. Hölderlin sandte Schiller Gedichte zu, die dieser in seinem „Musen-Almanach“ veröffentlichte. Schiller vermittelte Hölderlin auch eine Hauslehrerstelle bei seiner guten Bekannten Charlotte von Kalb in Waltershausen.

 

Kleiner Aussichtsturm, von dem aus man einen grandiosen Blick auf das Biotop hat.

 

Wir traben weiter Richtung Remseck.

 

Die Sonne verscheucht nicht nur die Wolken, sondern auch die Kälte.

 

Die Zugwiesen befinden sich by the way am Rande einer malerischen Neckarschleife. In Poppenweiler gibt es auch eine weitere Staustufe, Nummer 19 der insgesamt 27 Neckar-Staustufen.

 

Entspannung pur

 

Längere Zeit laufen wir durch ein Gewerbegebiet, aber als wir schon kaum mehr damit rechnen, kommt doch noch mal ein schöner Abschnitt.

 

Am Neckarufer in Remseck

 

Neckarstrand Remseck mit Blick auf eine der beiden auffälligen und baugleichen Remsecker Holzbrücken. Die Brücke im Bild führt über den Neckar und war zumindest zum Zeitpunkt ihres Baus die am weitesten gespannte Holzbrücke Europas.
Links die Remsmündung und noch etwas weiter links die zweite der beiden Holzbrücken, die nicht über den Neckar, sondern über die Rems führt.

 

Abschluss der Wanderung – von einem über das Wasser gebauten Spaziersteg schauen wir hinüber zur Remsmündung.

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Im ersten Teil wandere ich in 15 Etappen von Perl an der Mosel bis Limbach – mit ausführlichen Texten, Wegbeschreibungen und Links zu den Fotos der Wanderungen auf meinem Blog.