FOTO-WANDERUNG 181 – VON ADELSHEIM INS FISCHBACHTAL UND ZURÜCK
Eine Rundwanderung im Neckar-Odenwald-Kreis, genauer gesagt im sogenannten Bauland. einer Nachbarlandschaft des Odenwalds sozusagen. Die Bezeichnung „Bauland“ geht wohl auf das mittelhochdeutsche Wort „pone“ (= Bohne) zurück, allerdings existieren auch andere Deutungen, die alle jedoch ebenfalls mit dem Anbau von Gemüse oder Getreide zu tun haben.
Startpunkt unserer Wanderung ist die kleine Stadt Adelsheim. Von dort aus führt der Weg über Asphalt- und Waldwege durch eine beschauliche, ziemlich dünn besiedelte Landschaft.
Länge der Wanderung: ca. 16 Kilometer
Der Bahnhof Adelsheim-Nord liegt knapp zwei Kilometer außerhalb der Stadt, so dass der Beginn unserer Wanderung in einem Marsch entlang der Straße besteht. Es dauert eine ganze Weile, bis das Ortsschild in Sichtweite kommt. Adelsheim entpuppt sich als sehr kleine Stadt mit erstaunlich viel Fachwerk. Am Wegrand drei Kirchen, u. a. die Jakobskirche. Es ist eine Kirche mit einer jahrhundertealten Geschichte.

Es dauert recht lange, bis wir Adelsheim hinter uns haben. Danach dann ein Asphaltweg im Nieselregen. Die Landschaft offen, mit Fernblicken über Äcker und Wiesen hinweg, irgendwo Wald. Nach Sonne sieht es im Moment ganz und gar nicht aus.

Einer der erwähnten Fernblicke. Trotz des Nieselregens und des eher dunklen Wetters eine Wanderung zum Durchatmen.

Herbstliche Atmosphäre, wenn auch nicht immer sehr ausgeprägt.

Knusper knusper Knäuschen …

Und dann kommt die Sonne doch noch hervor.

Im Landschaftsschutzgebiet Fischbachtal. Wir sehen den Fischbach oft in geringer Entfernung, aber er rauscht auch so vernehmlich vor sich hin, dass wir uns seiner Existenz bewusst sind, selbst wenn wir ihn mal nicht sehen. Die Landschaft wirkt jetzt sehr friedlich.

Weiher im Fischbachtal

An den Bäumen irgendwie noch eher Spätsommer, auf dem Boden aber unverkennbar Herbst. Wir durchschreiten den Adelsheimer Stadtteil Sennfeld. Auffälligstes Gebäude im Ort ist ein Barockschloss, das sich einst im Besitz der Herren von Berlichingen befand, deren bekanntestes Mitglied zweifellos Götz von Berlichingen war. Das Schloss in Sennfeld wurde jedoch erst im Jahr 1713 gebaut, mithin lange nach der Lebenszeit von Götz.

Anfangs einige Steigungen, jetzt meist flache Wege.

Wunderbare Herbst-Atmosphäre

Für kurze Zeit laufen wir noch über einen Skulpturenweg, der in seiner Gesamtheit immerhin 77 Kilometer lang ist. Auf der kurzen Strecke zwischen Sennfeld und Adelsheim ist dies das einzige Kunstwerk, das wir zu sehen bekommen. Es stammt von Markus Gehrig und trägt den Titel „Underground“. Das ist dann auch fast schon der Abschluss. Wenig später sind wir zurück in Adelsheim und trotten von da zurück zum Bahnhof Adelsheim-Nord.
