FOTO-WANDERUNG 166 – VON ASCHBACH ZUM HUMBERG-WEG UND ZURÜCK
Es ist eine dieser Wanderungen, bei denen stets das unterschwellige Gefühl existent ist, dass ich nichts lieber tun möchte als das, was ich gerade tue. Eine bessere Voraussetzung kann es kaum geben für eine Tour zu Fuß. Die Wege der heutigen Wanderung kenne ich so gut, dass sie sich wie von selbst fänden, auch wenn ich nicht im Geringsten darauf achten würde, wohin ich meine Schritte richte. Allerdings bin ich den Humberg-Weg noch nie vollständig abgewandert, sondern habe immer nur einzelne Teile davon in längere Wanderungen eingebaut. Benannt ist der Weg nach einem See, der in diesem Gebiet während der erdzeitlichen Periode des Perm existiert hat, also vor beinahe 300 Millionen Jahren. Dieser See erstreckte sich über gut 3 000 Quadratkilometer, wäre also heutzutage mit weitem Abstand der größte See Deutschlands.
Länge der Wanderung: ca. 13 Kilometer
Ich starte im Lebacher Stadtteil Aschbach bei der Kirche St. Maternus und wandere von dort weiter den Berg hinauf. Der Humberg-Weg ist von hier noch knapp zwei Kilometer entfernt. Es ist ein Frühlingstag, und zwar einer, der diese Bezeichnung auch verdient.

Es fällt mir im Moment nicht schwer, gedanklich im Augenblick verwurzelt zu sein. Es gibt nichts, das mich vorantreibt, nichts, das mich vom Hier und Jetzt ablenkt. Auf dem Humberg-Weg bin ich immer noch nicht. Aber wieder einmal sehe ich in der Ferne den Schaumberg, den mit 568 Metern höchsten Hügel der Umgebung.

Auf dem Humberg-Weg. Die insgesamt knapp 10 Kilometer dieses Wanderweges verlaufen zwar in erster Linie auf Asphalt, aber es gibt auch Waldpassagen. Ich steuere zunächst auf den Lebacher Stadtteil Niedersaubach zu.

Blühende Rapsfelder plus Fernblicke

Ich durchwandere Niedersaubach und stiefele dann auf Tanneck zu, eine Örtlichkeit bzw. Straße außerhalb des direkten Ortsgebiets von Niedersaubach. Freier Blick nach allen Richtungen.

Frühlingsblau, Frühlingsgrün

Ich wandere nun auf Rümmelbach zu, einen Ortsteil von Niedersaubach.
In einem Fernsehbeitrag von 1961 über Rümmelbach heißt es: „Wenige Kilometer hinter Lebach, in einer Talmulde versteckt, liegt eine der kleinsten Gemeinden des Saarlands.“ 76 Einwohner hatte der Ort damals.
Eine eigenständige Gemeinde ist Rümmelbach schon lange nicht mehr. Bei der Gebietsreform 1974 kam es zu Niedersaubach und beide zusammen waren ab da ein Stadtteil von Lebach.

Musik der Farben

Der See, den es vor Urzeiten hier gegeben hat, erstreckte sich von da, wo heute Rümmelbach liegt, bis in die Gegend von Bad Kreuznach. Sogar Haie existierten in diesem See, und zwar ca. 2 bis 3 Meter große Exemplare.

Als Wanderer bin ich u. a. ein Sammler schöner Momente, und das hier ist zweifellos ein solcher.

Ich durchwandere Rümmelbach, dessen landwirtschaftliche Prägung auch heute noch unverkennbar ist. An Pferdekoppeln vorüber gelange ich schließlich in den Wald.

Von jetzt an nur noch flache und leicht abschüssige Wege. Die Wanderung ist insgesamt ganz und gar nicht schwierig.

Da vorne ist die Humberg-Runde dann auch schon zu Ende und ich wende mich wieder in Richtung Aschbach.

Früher Nachmittag

Kurz vor dem Ziel











