Wandertouren

FOTO-WANDERUNG 55 – EXTRATOUR WEINBERG – HÜNFELD – RHÖN

Erste Wanderung des Jahres.
Der Tag hat nichts, aber auch gar nichts von einem Wintertag.
Kein Knirschen von Schnee unter den Stiefelsohlen, kein fahles, halb-düsteres Licht, kein wächserner Himmel, und auch nicht diese typische Winterstille, in der im weiten Umkreis jede Bewegung zum Stillstand gekommen zu sein scheint.
Es ist Januar, aber im Grunde herrscht Frühling.
Es ist hell und bis auf ein paar kleine Böen so gut wie windstill, die Temperaturen liegen bei 10 Grad und darüber, und eher würden wir heute auf eine Goldader stoßen, als irgendetwas Winterliches zu entdecken.
Wir sind nördlich von Fulda in der hessischen Rhön. Oft ist unser Blickfeld begrenzt von massigen, aber irgendwie auch filigranen Hügelkuppen. Hier im Landkreis Fulda liegt schließlich auch die höchste Erhebung der gesamten Rhön, die 950 Meter hohe Wasserkuppe.
Die Wanderung ist eine Rundwanderung. Sie führt von Hünfeld durch ein Naherholungsgebiet am Stadtrand, weiter zu einem Aussichtsturm auf dem 400 Meter hohen Rößberg und von da durch das Naturschutzgebiet Weinberg zurück nach Hünfeld.

Länge der Wanderung: ca. 15 Kilometer

 

Slideshow mit ausgewählten Fotos

 

Am Bahnhof von Hünfeld. Der Wolkentsunami am Himmel löst sich später auf und übrig bleiben nur einzelne Wolkenfelder. Es ist mild wie im beginnenden Frühling.
Die Extratour Weinberg – Hünfeld – Rhön startet am Haselsee, gut 1,5 Kilometer vom Bahnhof entfernt.

 

Treppe vom Bahnhof hinauf in eine kleine Fußgängerzone. Hünfeld hat mit allen Stadtteilen zusammen gut 16 000 Einwohner.

 

Konrad Zuse entwickelte Ende der dreißiger und zu Beginn der vierziger Jahre den ersten funktionierenden Digitalrechner, die Z3. In Hünfeld lebte er von 1956 bis zu seinem Tod im Jahr 1995, weshalb sich Hünfeld auch Konrad-Zuse-Stadt nennt.

 

Auf dem Weg zum Haselsee

 

Der 3,4 Hektar große Haselsee. Hier beginnt neben unserer Extratour auch noch ein Märchenrundweg mit diversen Skulpturen. Einige dieser Skulpturen bekommen wir auch zu sehen, allerdings führt unser Weg recht schnell weg vom See.

 

Erster kleiner Anstieg

 

Blick auf einige Kuppen des Hessischen Kegelspiels. Der Name erklärt sich bei diesem Anblick wohl von selbst. Wir befinden uns hier in einem recht flachen Teil der Rhön. Nur ein einziger der insgesamt neun Kegelberge erreicht 600 Meter Höhe, die anderen sind erheblich niedriger.

 

Es fühlt sich an wie die ersten Tage des Frühlings.

 

Von der Anhöhe führt der Pfad zunächst wieder ins Tal hinab, auf den Hünfelder Stadtteil Großenbach zu. Von Zeit zu Zeit erhaschen wir einen Blick auf einen Aussichtsturm jenseits des Ortes. Dort liegt der höchste Punkt unserer Wanderung, der 400 Meter hohe Rößberg.

 

Blick auf Großenbach

 

Ruhiger Blick ins Land

 

Aus ruhigem, beiläufigem Wahrnehmen wird Geduld, und mitunter dauert diese Geduld noch eine Weile über die Wanderung hinaus an.

 

Der Weg hinauf zum Aussichtsturm ist stellenweise ziemlich rutschig und am Ende durchaus auch steil. Der Turm ist 7.5 Meter hoch und bietet wunderbare Fernblicke in alle Himmelsrichtungen. Eröffnet wurde er im Jahr 2014.

 

Fernblicke von der Aussichtsplattform des Turms

 

Am Wegrand

 

Wir durchwandern jetzt das Naturschutzgebiet Weinberg. Ein wenig erinnert es mit seinen Kieferbeständen an den Dossenwald bei Mannheim, stellenweise  entfernt sogar an Heidelandschaften.

 

Die Wanderung ist großartig, von Anfang bis Ende.

 

Wir bewegen uns jetzt allmählich wieder auf Hünfeld zu. Die Zahl der Jogger und Spaziergänger nimmt zu, Wanderern begegnen wir jedoch nicht.

 

Dem Himmel so nah

 

Merksatz für die neun Hügel des Hessischen Kegelspiels:
„Ein Wiesel (Wisselsberg) trägt auf seinem Rücken (Rückersberg) einen Apfel (Appelsberg) durch ein Stoppelfeld (Stoppelsberg) in einen kleinen (Kleinberg), morschen (Morsberg) Stall (Stallberg) auf einer Lichtung (Lichtberg), so is (Soisberg) es.“
Es gibt offenbar noch einige andere Merksätze, außerdem werden mitunter noch zwei weitere Hügel zu der Gruppe hinzugerechnet.

 

Noch einmal ein Blick auf den Aussichtsturm

 

„I wandered lonely as a cloud
That floats on high o’er vales and hills …“

William Wordsworth, der, nebenbei erwähnt, vom Wandern auch nicht genug bekommen konnte.

 

Anfang Januar oder doch Anfang März?

 

Zurück am Haselsee

 

Das Ziel in Sicht

 

Slideshow

 

 

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