Die Touren

 

Tour 25 BHF St. Wendel – Tiefenbachpfad

Ich habe in dieser Nacht einen Traum, einen von der Sorte, die hinterher noch so gegenwärtig sind, dass sie einem beinahe vorkommen wie eine Erinnerung an ein reales Erlebnis.
In diesem Traum gehe und gehe und gehe ich, ohne jemals an mein Ziel zu kommen, obwohl ich die ganze Zeit weiß, dass es nicht weit entfernt sein kann.
Und wie durch einen dünnen …

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Tour 24 Von Saarbrücken nach Saargemünd

Es ist ein kalter, windiger, trüber Vormittag, ein Vormittag, an dem man die Inspiration in sich fühlt, eine Geschichte zu schreiben voller Schemen und Schatten und dunklen Visionen.
Novemberatmosphäre.
Der Himmel ist irgendwas zwischen eisblumenweiß und staubgrau.
So wird er allerdings keineswegs für …

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Tour 23 Landstuhl: BHF – Burg Nanstein – Heidenfelsen – BHF

Ganz zu Anfang existiert das NICHTS,
Dann aber konzentriert sich Energie in einem winzigen, unendlich dichten Punkt und beginnt zu expandieren. Ein ungeheuer heißes Feuer brennt und Materie in kleinsten Einheiten entsteht.
Das ist er, der Urknall einer Idee zu einer neuen Tour.

Mitunter bleibt es nicht bei einem einzigen Urknall. Ein zweiter folgt, vielleicht auch …

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Tour 22 von Saarburg nach Saarhölzbach

Man kann wahrlich nicht behaupten, dass ich es mir leichtmache.
Als wäre es nicht schon genug, dass ich mir eine knapp 20 Kilometer lange Strecke über Stock und Stein aussuche, nein, es muss unbedingt auch noch eine sein, bei der bereits abzusehen ist, dass sie unzulänglich ausgeschildert ist.
Was ich zur Hand habe, ist lediglich eine uralte Wegbeschreibung, bei der ich bereits …

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Tour 21 Kirn: BHF – Kallenfels – Schloss Wartenstein – BHF

Da ist er also, der Herbst. Und zwar nicht nur auf dem Kalender, sondern jetzt auch unbezweifelbar in der Realität.
Wind fegt das Laub durch die Straßen. Nebel quillt aus den Tälern empor. Und man kann sich auch nicht mehr so richtig einreden, dass es noch warm ist.
Mich stört am Herbst an sich überhaupt nichts – außer der Tatsache, dass es nun nur noch eine ganz kleine Gnadenfrist ist bis zum Winter. Und dem Winter kann ich so gar nichts abgewinnen.

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Tour 20 „Beckinger Saarblicke“

Bereits vor dieser Tour ist eine wichtige Entscheidung gefallen: Im April nächsten Jahres werde ich meine Ankündigung wahrmachen und den 930 Kilometer langen Fränkischen Marienweg in Angriff nehmen. Mir schwebt vor, das Ganze in 5 x 5 Etappen hinter mich zu bringen, vielleicht auch in 5 x 6. Ein wenig Flexibilität muss ich mir da gestatten. Für die erste Sequenz im April habe ich ca. 160 Kilometer vorgesehen. Die zweite Sequenz soll dann im Laufe des Mais oder des Junis folgen.

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Tour 19 Hofeld – Schmugglerpfad

Irgendwie ist an diesem Tag von Anfang an etwas durch und durch falsch.
So falsch, als würde Schnee im Sommer fallen oder als würde ich erwachen und feststellen, dass ich nur eine fiktive Figur in einem Roman bin.

Dabei sind eigentlich alle Voraussetzungen für eine großartige Wandertour gegeben: Die Farbenpracht des Herbstes in

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Tour 18 Von Konz nach Saarburg

Der Morgen, das ist ein müdes Blinzeln am Rande einer jenseitigen Dunkelwelt, aus der wie durch einen dünnen, durchlässigen Schleier Bilder von Träumen in mein noch
nicht ganz waches Bewusstsein treiben.
Es ist ein samtenes Rauschen von Regen, fein und stetig und dunkel.
Es ist die wispernde Stimme des Spätsommers, die bereits die Melancholie eines zu Ende gehenden Jahres erahnen lässt.

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Tour 17/2. Teil Von Veitshöchheim nach Würzburg

Von der Alten Mainbrücke bis zum Dom bin ich Teil eines Schwarms, der sich auf der Brücke irgendwie zusammengefunden hat und der sich erst nach und nach auflöst.
Vor dem Dom herrscht deutlich weniger Gedränge, aber dafür ist es ein ständiges Kommen und Gehen. Vor allem aber: Endlich mal Schatten! Den habe ich seit Veitshöchheim nicht mehr gehabt.
Ich atme tief durch.

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Tour 17/1. Teil Von Veitshöchheim nach Würzburg

Vier Monate sind ins Land gegangen, seitdem ich mit diesem Wandertagebuch begonnen habe. Vier Monate, in denen das Wandern bzw. Gehen zu einem beständigen, einem substanziellen Teil meines Lebens geworden ist.
Der Entschluss zum Wandern/Gehen hat sich als Beginn von etwas erwiesen, das ich mittlerweile mit Fug und Recht als inneren und äußeren Aufbruch bezeichnen kann. Ich bin in nahezu keiner Hinsicht mehr an jenem Punkt, von dem aus ich damals aufgebrochen bin.

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Tour 16 Lebach – Kaltensteinpfad

Ich starte diese Tour unter einem trüben, diesigen Morgenhimmel, dem man schon ansieht, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis er sich mal wieder so richtig ausregnen kann.
Also ist heute mal wieder Wandern als Selbstbehauptung angesagt, als Kampf gegen alle möglichen unbeeinflussbaren Widrigkeiten.
Andererseits: Die Strecke ist ziemlich kurz, nur knapp 8 Kilometer. Vielleicht werde ich Glück haben und dem Regen entrinnen.

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Tour 15 Baumholder-Frauenb. – Gräfin-Loretta-Weg

Wir starten diese Tour wohlweislich ziemlich früh am Morgen.
Am Tag zuvor ist es so heiß gewesen, dass die Luft über dem Asphalt flimmerte wie über dem Mojave-Highway in den USA, und auch für heute sind hohe Temperaturen angekündigt.

Als wir kurz vor neun losgehen, ist es jedoch noch überraschend kühl.

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Tour 14 Neustadt/Weinstr.: BHF – Hohfels – Weinbiet – BHF

Wieder einmal muss ich kurzfristig meine Pläne ändern und aus der geplanten Städtetour nach Karlsruhe wird nach einigem Überlegen und Verwerfen schließlich eine Wandertour mit Start am Bahnhof in Neustadt an der Weinstraße.

Auf dem ersten Abschnitt der Strecke bis zur Ruine Wolfsburg wird mich ein Freund begleiten.
Den Rest der fast 20 Kilometer langen Wanderung …

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Tour 13 Theley – Offizierspfad

Nebel liegt über den Feldern.
Ein dünner, grauer, allmählich emporsteigender Nebel.
Spätsommernebel, fast schon Herbstnebel.
Ein Nebel, wie er in alten Schwarz-Weiß-Filmen mitunter über einem Moor emporwallt und aus dem dann der erstickte Schrei einer Frau dringt.

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Tour 12 Saarhölzbachpfad

Ich stehe am Fuße einer langen, langen, steilen, steilen Straße. Flirrendes Mittagssonnenlicht leuchtet jeden Winkel aus. In der Ferne, hoch oben, aber irgendwie doch auch zum Greifen nah ein Felsen von urwüchsiger Schönheit.
Ich erwache.

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Tour 11 Marpingen – Biberpfad

Irgendwo, so denke ich im Laufe dieser Tour immer wieder, irgendwo in den unzugänglichsten Katakomben der Vorsehung, weit, weit jenseits von allem, was für den menschlichen Geist begreifbar ist, muss ein geheimnisvolles Buch aufbewahrt liegen, verschlossen von 77 Siegeln, in dem die Windungen des Schicksals eines jeden Einzelnen bis ins kleinste Detail aufgezeichnet …

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Tour 10 Kusel: BHF – Burg Lichtenberg – BHF

Am Morgen, nach einer beinahe schlaflosen Nacht, fühle ich mich zunächst, als hätte ich seit dem Urknall kein Auge mehr zugetan. Als Maßeinheit für die Geschwindigkeit, mit der ich mich bewege, reicht Meter pro Minute locker aus. Die frische Luft draußen bringt mich jedoch bald auf Trab.

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Tour 9 Tholey – Abtei & Schaumberger Tafeltour

Ich hasse es, einen Wanderbericht schon wieder mit dem Wort eigentlich beginnen zu müssen, Es ist ein Wort, das sich bei allzu häufigem Gebrauch nach Versagen anhört, nach dem Verfehlen von Zielen, nach Scheitern, nach Ausrede.
Diesmal jedoch handelt es sich um etwas völlig Banales.
Ursprünglich war für diesen Tag eine Wanderung zu zweit vorgesehen …

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Tour 8 Macherbach – Schloss Buseck – Großer Kapellenweg

Diese Wanderung ist ein Kompromiss. Ein Kompromiss zwischen Unvernunft und Selbsterhaltung. Ich will unbedingt wandern, komme aber nicht umhin, der Tatsache Rechnung zu tragen, dass ich leicht erkältet bin. Die Erkältung ist zwar bereits dabei, sich zu verabschieden, aber ein vereinzeltes Husten zeigt mir, dass sie immer noch auf ihre Chance lauert.

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Tour 7 Zweibrücken: BHF – Rosengarten – Tschifflick – Trompetenhügel

Das wirklich Substanzielle am Wandern, das, was mich letztendlich dazu bringt, es überhaupt zu tun, ist das Gehen. Nicht das, was ich sehe, nicht das, was ich erlebe, nicht die Städte, nicht die Sehenswürdigkeiten, nicht einmal die Natur. Nein, es ist das Gehen, die Bewegung.

Die anderen Dinge sind auch wichtig, denn sonst könnte ich ja einfach jeden Tag um den Häuserblock joggen.
Aber weder jedes einzelne davon für sich genommen noch alle zusammen wären Anreiz genug.

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Tour 6 Bruchmühlbach-Miesau – die vier Stadien des Wartens

Es geht heute in die Westpfalz, nach Bruchmühlbach-Miesau.
Der Ort liegt nur wenige Kilometer oder eine Bahnstation von Landstuhl entfernt, wo ich vor einigen Wochen kläglich an meiner aleatorischen Chaosplanung gescheitert bin.
Diesmal ist nach menschlichem Ermessen ein solches Desaster nahezu ausgeschlossen, denn unsere Tour ist bis ins kleinste Detail festgelegt: Wir werden uns vom Bahnhof zunächst zum Schützenhaus am anderen Ende des Ortes begeben und von dort aus dann einen Teil des „Sagenhaften Waldpfades“ erwandern.
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Tour 5 Idar-Oberstein: BHF – Felsenkirche – Nahe-Felsen-Weg

Und schon wieder geistern Warnungen vor Gewittern und vor Starkregen durch die Wettervorhersagen. Die Freundin, mit der ich die Tour eigentlich unternehmen wollte, sagt deshalb ab, was ich ihr nicht verdenken kann. Ich selbst bin allerdings entschlossen, mich nicht vom Wandern abhalten zu lassen.

Zwei Varianten stehen zur Auswahl. Erstens „Rund um die Kama“, zweitens der „Nahe-Felsen-Weg“.
Bei Licht betrachtet – und auch bei Dunkelheit und allen Nuancen dazwischen – ist …

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Tour 4 Nohfelden – Bärenpfad

Der Tag beginnt mit einer Schnittwunde. Beim Packen des Rucksacks greife ich in eine vergessene Schere und bezahle für diese Fahrlässigkeit mit einem niederträchtigen, übel blutenden Schnitt am rechten Zeigefinger.
Ärgerlicherweise wirft dies – soll man es Malheur oder Dummheit nennen – meine Zeitplanung über den Haufen und ich fahre eine Stunde später als vorgesehen los.

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Tour 3/2. Teil Hannover – Roter Faden
Nachdem wir uns auf die vorbestellten ebikes geschwungen haben, geht es so rasch wie möglich zurück zum Neuen Rathaus, dem Punkt, an dem wir unsere Tour eine knappe Stunde zuvor unterbrochen haben.
Im Laufe der nächsten Stunden werde ich eine Überraschung erleben: Ich werde das Fahren mit dem ebike nämlich so sehr zu schätzen lernen, dass ich kaum noch absteigen will. Ich werde das Gefühl haben, zu einer nahezu perfekten Mensch-Maschine-Einheit zu mutieren,

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Tour 3/1. Teil Hannover – Roter Faden

Es ist für mich eine Reise in die Vergangenheit, denn vor vielenvielenvielen Jahren habe ich eine Zeit lang in Hannover gelebt. Es ist fast schon zu lange her, um von mir noch als verbürgte Realität meines eigenen Lebens wahrgenommen zu werden, aber dennoch wird mich bei vielen Örtlichkeiten ein heller Blitz des Wiedererkennens durchzucken.

Die Anreise ist lang und mein Vorhaben …

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Tour 2 Landstuhl – „Irrungen, Wirrungen“

Diese Tour mache ich allein.
Es wird eine Chaostour werden, geprägt von den Auswirkungen eines unzulänglichen Orientierungssinnes in Verbindung mit dem verhängnisvollen Entschluss, mich im Großen und Ganzen auf eben jenen Orientierungssinn zu verlassen.

Konkret sieht das folgendermaßen aus: Ich lege vorher ein paar Etappenziele fest und vergegenwärtige mir …

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Tour 1 Kirkel – „Wandrers Regenlied“

Die Tour beginnt im Regen.
Sie beginnt im Regen und sie endet im Regen und in dem Zeitraum dazwischen gibt es keine zehn Minuten, in denen es nicht regnet. Nur die Stärke des Regens variiert. Der Himmel ist die ganze Zeit wie ein grauer, flacher See.
Die gute Nachricht: Wir sind einigermaßen vorbereitet, nicht nur, was die Ausrüstung betrifft, sondern auch mental. Wir haben uns schließlich die Wettervorhersagen genauestens zu Gemüte geführt.

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