FOTO-WANDERUNG 32 – VON MERZIG NACH METTLACH

Merzig, der Ausgangspunkt dieser Wanderung, liegt zu beiden Seiten der Saar. Das 17 Stadtteile umfassende Stadtgebiet erstreckt sich im Westen bis zur französischen Grenze (Wellingen). Die Umgebung von Merzig hat einen hohen Waldanteil, kein Wunder also, dass die Tour durch sehr viel Wald führt. Ich orientiere mich dabei an mehreren verschiedenen Wanderrouten, u. a. dem Wolfsweg, teilweise wähle ich aber auch unbeschilderte Wege. Mein Zielort ist diesmal Mettlach, bekannt für den Aussichtspunkt Cloef oberhalb der Saarschleife. Die Tour bildet Etappe 5 meines Saarland-Projekts.

Länge der Wanderung: ca. 21 Kilometer

 

Slideshow mit ausgewählten Fotos unterhalb der Galerie

 

Ich starte am Bahnhof in Merzig und laufe zunächst Richtung Trierer Straße. Dabei überquere ich den Seffersbach, und zwar über die letzte im Saarland noch erhaltene Hängegurtbrücke nach den Konstruktionsplänen des Bauingenieurs  Max Carl Emil Möller (1854 – 1935).

 

Mein erstes Ziel für heute ist der Garten der Sinne. Dazu muss ich zunächst einmal quer durch die halbe Stadt laufen. Dabei komme ich an dieser sehenswerten kleinen Kapelle vorüber. Es handelt sich um die Ende des 17. Jahrhunderts errichtete Josefskapelle.

 

Auf dem Weg zur Kreuzbergkapelle, einen Kilometer unterhalb des Gartens der Sinne. Ich wähle den Weg an der Straße entlang, der sich als nicht ganz ungefährlich entpuppt. Es fahren zwar sehr wenige Autos, aber es existiert kein Fußweg und oft auch nur ein unzureichender Wiesenstreifen neben der Fahrbahn. Teilweise ist die Straße auch wegen scharfer Kurven sehr unübersichtlich. Es gibt jedoch auch eine deutlich ungefährlichere Alternative über Kreuzbergstraße und Zappepätche.

 

Blick von der Kreuzbergkapelle ins Merziger Becken

 

Die Kreuzbergkapelle, ursprünglich erbaut im Jahre 1858, neu aufgebaut nach dem 2. Weltkrieg. Hier halte ich mich ein paar Minuten auf, denn einen besseren Fernblick werde ich heute wohl nicht mehr geboten bekommen.

 

Weiter zum Garten der Sinne

 

Der Garten der Sinne besteht aus einem Dutzend verschiedener Themengärten, u. a. einem Rosengarten, einem Meditationsgarten und einem Wassergarten. Diesmal verzichte ich auf einen Besuch und wandere stattdessen auf dem in unmittelbarer Nähe verlaufenden Wolfsweg weiter, auf dem mich gleich eine Überraschung erwartet.

 

Die Überraschung besteht darin, dass sich seit meiner letzten Wanderung auf dem Wolfsweg fünf Jahre zuvor die Wegführung stark verändert hat. Der Pfad verläuft mittlerweile unmittelbar an dem hiesigen Militärgelände vorüber, optisch schön, aber doch beeinträchtigt durch den Lärm vom Schießstand, wenngleich mich persönlich wenig daran stört.

 

Erster schmaler Wiesenpfad. Die Umstände könnten besser kaum sein. 20 Grad, trocken, viel Waldschatten. Der Landkreis Merzig-Wadern ist der waldreichste aller saarländischen Landkreise, und diese Tatsache kommt mir heute sehr zugute.

 

Auch diese Bank ist neu für mich. Sie befindet sich unmittelbar neben dem Bundeswehrgelände.

 

Wieder hinein in den Wald

 

Wunderbarer Wald

 

Vom Wolfspark bin ich jetzt nur noch rund 20 Gehminuten entfernt. Beim Garten der Sinne haben zwei Wanderer meinen Weg gekreuzt, bis zum Wolfspark begegne ich nun aber niemandem mehr.

 

Waldtunnel

 

Im Wolfspark. Neben Polarwölfen finden sich hier auch Litauische Wölfe sowie Mongolische Wölfe und schwarze Timberwölfe. Der Wolfspark ist untrennbar verbunden mit dem Namen Werner Freund, dessen Lebenswerk dieses Wolfsprojekt ist.

 

Die Wanderung führt nun nach Norden auf Mettlach zu, wobei ich allerdings einige Haken schlage. Der Wald wird nach und nach immer stiller und einsamer, mitunter begebe ich mich auch auf nicht ausgeschilderte Pfade. Bis zur sog. „Besseringer Spinne“ richte ich mich allerdings nach einem roten Nordic-Walking-Kurs.

 

Man kann nur hoffen, dass dieser Wald noch lange erhalten bleibt.

 

Die „Besseringer Spinne“, ein riesiges Wegweiserkreuz

 

Ab der „Besseringer Spinne“ richte ich mich zunächst nach dem Merziger Rundweg 6, allerdings tauchen die entsprechenden Wandersymbole nun nur noch spärlich auf, und wenn, dann sind sie oft kaum noch zu erkennen. An einer Wegkreuzung, an welcher der M6 (vermutlich) nach Osten in Richtung Britten abbiegt, entscheide ich mich für einen nicht beschilderten Pfad. Es wird sich herausstellen, dass ich damit eine sehr gute Wahl getroffen habe.

 

Meine Wanderbefindlichkeit liegt im Moment irgendwo zwischen still staunend und enthusiastisch.

 

Der Wald ist das bestimmende Element dieser Wanderung.

 

Waldmeditation

 

Kurz vor Mettlach

 

Auf dem Weg zum Mettlacher Bahnhof

 

Slideshow

 

 

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