TOUR 44: BHF FISCHBACH – WILDER NETZBACHPFAD & URWALDTOUR

Es ist die Zeit der nebligen, verhangenen Spätherbstmorgen.
Der Himmel ist ein grauer See, der sich von einem Rand des Blickfeldes bis zum anderen erstreckt. Das Grau ist nicht nur am Himmel, sondern es ist überall.
Aber immerhin ist es kein wirklich tristes Grau, keines von der Art, das sich anfühlt, als würde man den Staub tausender stockfleckiger Buchrücken einatmen.

Es ist kurz vor zehn, als ich mich vom Bahnsteig in Fischbach aus auf den Weg mache.
Im Groben sieht mein Plan so aus: Erst einmal vom Bahnhof zum Netzbachweiher gehen, dort dann den Wilden Netzbachpfad in Angriff nehmen, etwa bei Kilometer 6 auf die benachbarte Urwaldtour wechseln, danach noch den Rest des Netzbachpfades absolvieren und dann wieder zum Bahnhof zurückkehren.
Wenn alles so abläuft, wie ich mir das vorstelle, dann dürfte ich knapp 30 Kilometer vor mir haben.
Es gibt noch ein paar andere Wenn-dann-Sätze, die mir einfallen, aber ich gebe der Stimme des Zweifels keinen Raum, sondern marschiere einfach los.

Ich trabe durch fast leere Straßen.
Wäre es mir nicht ohnehin schon bekannt gewesen, dann wäre mir spätestens, als ich am Förderturm des ehemaligen Bergwerks vorüberlaufe, klargeworden, dass ich mich in einem Ort befinde, in dem mehr als 100 Jahre lang Steinkohle so präsent war wie Gold am Klondike River anno 1896.
Mittlerweile jedoch ist es mehr als 25 Jahre her, seit hier die letzte Kohle zutage gefördert wurde.

Ich passiere eine Kirche, die einem Förderturm gar nicht so unähnlich ist, laufe an einer Tankstelle vorüber und wenig später habe ich Fischbach hinter mir, stapfe an einer Landstraße entlang.
Ganz allmählich – oder eigentlich gar nicht mal so allmählich, sondern ziemlich rasch – weicht das Grau, es hellt immer mehr auf, wird zu einem fast durchsichtigen, ganz hellen Grau, dann sogar zu Blau.

Eines ist sicher: Ich habe den besten Tag der Woche für meine Wanderung erwischt.
Zwar erinnern die kahlen Bäume an die Skelette lange ausgestorbener Riesentiere und ich muss auf den ersten Kilometern des Netzbachpfades bei jedem dritten Schritt aufpassen, nicht auf feuchtem Laub oder in einer Schlammpfütze auszurutschen, aber das fällt gegen die positiven Aspekte überhaupt nicht ins Gewicht.

Da ist zum Beispiel dieses zugleich intensive und karge, zugleich schimmernde wie auch matte Licht. Im Gesträuch und in den Ästen der Bäume verfängt es sich, verwirbelt in die dichten Schatten nahe bei den Stämmen.
Auf der Wasseroberfläche des Netzbachweihers liegt ein dezenter Glanz, schwach und kaum wahrnehmbar am Rand, dort, wo die Baumschatten noch hinreichen, diesseits der Schatten aber in winzige, flimmernde Lichtpunkte sich auflösend, an manchen Stellen sogar in große Lichtinseln, so dass es beinahe aussieht, als gäbe es am Grund des Weihers eine zweite Sonne.

Ich bewege mich zunächst durch ein gebändigtes, strukturiertes Chaos.
Ich schwinge mich über Baumstämme hinweg oder krieche darunter hindurch, laufe an einem kleinen Sumpf vorüber, pflüge durch Schlammlöcher, denen ich nicht ausweichen kann, weil sie die gesamte Breite des Pfades einnehmen.

Eine ganze Weile führt der Pfad unmittelbar am Ufer des Netzbaches entlang.
Ich biege Äste zur Seite, trete auf kleine Steine im Bachlauf.
Manchmal ist der Erdboden so feucht, dass ich genauso gut gleich durchs Wasser waten könnte.

Herbstlied.
Aber mit einer unverkennbaren Ahnung des nahen Winters. Keine farbenfrohen Blätterteppiche mehr, sondern schweres, dunkles Laub.
Wind, ganz schwach, aber spürbar.
Bäume, die nur noch aus Wurzeln und Stamm zu bestehen scheinen.
Der Himmel strömt darüber hin wie ein träger Fluss.

Zum Gehen gehören unbedingt auch die Phasen des Nicht-Gehens, des Innehaltens, des Verharrens, des Pausierens.
Normalerweise.
Heute jedoch ist das anders.
Und zwar schlicht und ergreifend deshalb, weil ich keine Zeit dazu habe.
Natürlich könnte ich einfach den Entschluss fassen, mich mit dem Netzbachpfad zu begnügen und die Urwaldtour an einem anderen, längeren Tag zu machen. Aber wenn mich nicht die Umstände dazu zwingen, dann steht das nicht zur Debatte.
Genau diese Umstände jedoch sind es, die wieder einmal gegen mich zu arbeiten beginnen.
Schon zweimal habe ich mich durch irgendetwas irritieren lassen und bin auf dem Pfad hin und her gelaufen. Mindestens zwanzig Minuten habe ich dadurch verloren.
Noch stellt das nicht mehr als eine winzige Delle im Zeitablauf dar, aber ab sofort kann jede noch so kleine Verzögerung der Flügelschlag des Schmetterlings sein, der einen Tornado auslöst.
Andererseits –  was soll eigentlich noch schiefgehen?
Ich muss nur die Abzweigung zu dieser Forstscheune finden, bei der die Urwaldtour beginnt, dann ist alles in bester Ordnung.

Der Pfad führt erst einmal vom Netzbach weg, aber es dauert keine Viertelstunde, dann trabe ich schon wieder am Bachufer entlang. Das Licht wird schwächer, die Helligkeit ist jetzt nur noch in den höchsten Spitzen der Bäume und am Himmel darüber.
Schlamm, Laub, in den Pfad hineinragende Stämme, ab und zu schmale Holzstege.
Es ist gewissermaßen ein reduziertes Wandern, weil es in einer dezemberkargen Umgebung stattfindet, aber es sind schließlich auch die unterschiedlichen Gegebenheiten, die das Wandern, das Gehen interessant machen.

Lichtveränderungen fast im Minutentakt.
Das gedämpfte Licht in der Senke des Netzbaches.
Kurz darauf ist es, als gieße jemand einen riesigen Kelch flüssigen Silbers über dem Wald aus.
Dann sogar ein letzter, ein allerletzter Hauch von Herbstleuchten.

Ich überquere einen Steg über den Netzbach, der an dieser Stelle ganz munter den Hügel hinabrauscht.
Ein paar Minuten später zweigt von der breiten Hauptschneise ein schmaler Saum ab und eine Weile wandele ich durch eine Umgebung, die fast zu schön ist, um Realität zu sein, zumindest, wenn ich meine eigene Erwartungshaltung in Bezug auf den Dezember zugrunde lege.
Wurzeladern, Moosgeflechte, ein sanft ansteigender Hang, der sich gleichsam dem Licht entgegentastet. Und einmal mehr an diesem Tag handelt es sich um eine beeindruckende Variation von sphärischem Zauberlicht.

Eigentlich kann die Forstscheune jetzt nicht mehr allzu weit entfernt sein.
Aber ich gehe und gehe und gehe und irgendwann ist offensichtlich, dass ich an der Abzweigung, die ich hätte nehmen müssen, um zur Forstscheune zu gelangen, längst vorüber sein muss.
Als ich dann auch noch einen falschen Weg einschlage und dadurch wieder eine gute Viertelstunde verliere, ist mein Zeitplan selbst in der großzügigsten Variante so wertlos wie die Aktien einer bankrotten Goldminengesellschaft.
Und dann …

… bin ich tatsächlich zurück am Netzbachweiher, dem Ausgangspunkt des Wilden Netzbachpfades.
Stehe vor einem Wegweiser und einer Landkarte und in meinem Kopf schwirren die Überlegungen hin und her wie Satelliten in der Erdumlaufbahn.
„Forstscheune 3,8 Kilometer“ lese ich auf dem Wegweiser, der exakt in die Richtung zeigt, aus der ich gerade gekommen bin.

Ich überlege.
3,8 Kilometer bis zur Forstscheune, dann 8,2 Kilometer Urwaldtour, und danach müssen die 3,8 Kilometer bis zum Netzbachweiher ja nochmals zurückgelegt werden, von den gut drei Kilometern zurück zum Bahnhof ganz zu schweigen.
Es ist 14 Uhr 15.
Was bedeutet, dass mir nicht einmal mehr drei Stunden bleiben, bis es so dunkel sein wird, dass ich eine Lücke zwischen zwei Baumstämmen nicht mehr von den Baumstämmen selbst unterscheiden kann.
Gut 18 Kilometer also minus die drei Kilometer zum Bahnhof, die nicht ins Gewicht fallen, weil ich die problemlos auch in der Dunkelheit zurücklegen kann.

Ein paar Minuten stehe ich unschlüssig vor der Landkarte, über die Wege und Pfade sich hinziehen wie Adern auf alabasterweißer Haut.
Der Gedanke, die Tour jetzt abzubrechen und zum Bahnhof zurückzukehren, ruft bei mir ein Gefühl hervor wie der Anblick einer Brücke ins Nichts, und ich habe heute keine Lust auf etwas Unvollendetes.

So richtig begeistert bin ich zwar auch von dem Gedanken nicht, erst einmal wieder auf dem gerade beendeten Netzbachpfad zurückwandern zu müssen, aber das erscheint mir immer noch besser, als die Wanderung jetzt abzubrechen.
Als sich die Gelegenheit bietet, beschließe ich spontan, auf einen Wanderweg abzubiegen, der mit einer grünen Sonne markiert ist. Ich habe zwar nicht die leiseste Ahnung, wohin dieser Weg führt, aber immerhin bekomme ich etwas Neues zu sehen.

In der nächsten Viertelstunde rückt das Ziel, die Urwaldtour heute noch zu vollenden, in immer weitere Ferne.
Ich verliere die grüne Sonne aus den Augen, kämpfe mich durch ein Dickicht undefinierbarer Gewächse, arbeite mich durchs Unterholz einen Hügel empor, und dabei verrinnt Minute um Minute.

Dass ich die Forstscheune tatsächlich noch entdecke, verdanke ich einer Mischung aus Intuition, Glück und einer gewissen Beharrlichkeit.
Zu diesem Zeitpunkt ist es bereits nach 15 Uhr.
Lange mit irgendwelchen Bedenken aufhalten kann ich mich jetzt wirklich nicht mehr, denn die Sonne sinkt rasch hinter die Bäume hinab, verströmt dabei jedoch noch immer ein wunderbar helles Licht.

An einer Schafweide vorüber trabe ich in den Wald hinein.
Ich bin in einer Gegend unterwegs, in der man eine wirklich tiefe Stille nicht erwarten kann, aber dennoch finde ich auf den ersten 500 Metern der Urwaldtour einen gleichsam schweigenden Wald vor.
Ganz ruhig gleitet mein Blick über die Dinge hin, verharrt auf ihnen, lässt sich von ihnen tragen, versenkt sich in die rasch wachsenden Schatten.
Ein Steg in der sanft leuchtenden Spätnachmittagssonne.
Ein kleiner Teich, in dem der Himmel sich spiegelt, als gäbe es unterhalb der Wasseroberfläche eine zweite Welt.
Schlanke Bäume, umflossen von klarstem Licht.
Es ist eine visuelle Idylle nahezu in Perfektion.
Wieder ein Raum, gewissermaßen, den ich all den anderen bereits durchschrittenen und erkundeten Räumen hinzufüge.

Ich befinde mich übrigens im Saarkohlenwald.
Daran muss ich denken, als ich irgendwann später an einem Geistersee vorüberlaufe, aus dem Bäume wie skelettierte Finger gen Himmel ragen.
Über Jahrzehnte, nein, über Jahrhunderte hinweg wurden hier Kohle und Eisenerz abgebaut und der Geistersee ist nichts anderes als das Absatzbecken bzw. der Absinkweiher einer ehemaligen Grube.

Auch der sogenannte Kleine Fuji, eine alte Bergehalde, ist ein Zeugnis der Industriegeschichte.
Ich steige eine Treppe mit schiefen, unregelmäßigen Stufen empor, die auf halber Höhe der Halde unter einem Baumkraken hindurchführt, der in jeder Friedhofsszene eines alten SW-Gruselfilms großartig aufgehoben wäre.
Das Schild am Fuße der Halde „Betreten auf eigene Gefahr“ hat durchaus seine Berechtigung, zumal die Kanten der Stufen auch noch glatt und rutschig sind wie Seifenschaum auf Parkettboden.

Über der Halde wölbt sich ein Himmel aus reinstem Blau.
Zweifellos hätte ich eine ganz nette Fernsicht von da oben, aber ich steige trotzdem nur ein paar Stufen hinauf, denn ich habe schlicht keine Zeit mehr, mich irgendwo noch länger aufzuhalten.
Immer mehr und immer größere Schatten breiten sich zwischen den Bäumen aus. Die eben noch filigran gesponnenen Linien des Lichts werden gröber, zerfallen.
Und mit dem Licht verschwinden nach und nach auch die Farben und das Grau kehrt zurück.

Wie gehabt: Ich steige über im Weg liegende Baumstämme, balanciere auf rasierklingenschmalen Pfaden an Tümpeln vorüber, durchwate kleine Bachläufe, laufe über Stege.
Das Abendlicht zeichnet Zufallsmuster auf den Waldboden. Nicht mehr lange und die Umgebung wird zu einer halb surrealen Welt voller Schemen und Schatten geworden sein.
Ich gehe rascher und rascher, und dennoch ist es nicht so, dass die Eindrücke und Wahrnehmungen ins Nichts sinken, ohne dass sie mich berühren.

Die untergehende Sonne taucht den Wald und alles, was sich darin befindet, in ein kaltes Licht, das immer mehr verblasst.
16 Uhr 30.
Der letzte Kilometer ist wie das zähe Schlusskapitel eines Buches, das man eigentlich schon längst hatte beenden wollen.
Ich laufe Slalom durch ein unregelmäßig angeordnetes Spalier von Bäumen, über Wurzeln wie kleine Schlangen, über zerwühlte, zerfurchte Erde.

Endlichendlich erblicke ich in ungefähr hundert Metern Entfernung zwischen den Bäumen die festen Umrisse der Forstscheune.
Ich laufe einen letzten kurzen Anstieg hinauf und bin da.
So weit, so gut.
Aber die Forstscheune ist ja nur eine Zwischenstation.
Jetzt liegen noch die 3,8 Kilometer auf dem Netzbachpfad mitten durch den Wald zurück zum Netzbachweiher vor mir, die ich ein paar Stunden zuvor ja schon einmal hinter mich gebracht habe.
Außerhalb des Waldes wirkt der Himmel noch erstaunlich hell, aber mit beinahe jedem Herzschlag wird es nun dunkler.
Noch zwanzig Minuten und um mich herum wird alles ein Block aus Finsternis sein.

Mein Tracker zeigt an, dass ich über 30 Kilometer zurückgelegt habe, also bereits deutlich mehr als ursprünglich geplant.
An der Scheune vorüber trabe ich zur Landstraße hinunter. Dort kann ich erst einmal Wurzeln schlagen und warten, bis sich eine Lücke im Autoverkehr ergibt.
Wieder wertvolle Zeit verloren.
Glücklicherweise kommt mir die Topografie entgegen, denn von jetzt an führt der Weg fast nur noch bergab.
Träge Schatten, zunehmende Schwärze. Es ist, als liefe ich ins Innere der Erde hinein. Ich werde nach und nach selbst zu einem Schatten, ununterscheidbar von der Umgebung, durch die ich mich bewege. Außer vielleicht durch den Lärm, den ich mache, denn es kommt mir so vor, als sei ich hier das Einzige, was atmet.

Kurz vor fünf.
Immer noch rund drei Kilometer.
Gehen – wie rasch auch immer – reicht jetzt nicht mehr aus.
Ich beginne zu laufen.
Zu sagen, ich würde noch etwas sehen, wäre übertrieben. Ich orientiere mich an der Erinnerung und an den Schattierungen des Dunkels.
Das Dunkel auf dem Pfad ist ein paar Nuancen heller als das Dunkel unter den Stämmen und von Zeit zu Zeit erahne ich einen hellen Fleck an irgendeinem Baum, das Wandersymbol des Netzbachpfades.

Irgendwo vor mir bemerke ich plötzlich ein grelles, unaufhörlich näherkommendes Licht.
Das kleine Restaurant am Netzbachweiher kann es nicht sein, dafür bin ich von dort noch zu weit weg. Außerdem würde ich dann mehr als nur dieses eine Licht sehen. Und vor allem: Es würde sich wohl kaum auf mich zubewegen.
Eine halbe Minute später ist mir klar, dass es sich um einen Mountainbiker handelt, der eine Tour durch den nächtlichen Wald unternimmt.
Aus dem Dunkel heraus rufe ich ihm eine Frage zu und er bestätigt mir, dass ich mich auf dem richtigen Weg befinde.

17 Uhr 10.
Mittlerweile ist es so finster, als hätte jemand den Himmel mit Pech bestrichen.
Aber ich befinde mich schon wieder auf dem allerletzten Teilstück des Netzbachpfades, muss nirgends mehr abbiegen, kann einfach vor mich hintraben und muss nur darauf achten, beim Laufen nicht umzuknicken.
Dann taucht eine glitzernde Fläche vor mir auf.
Ich bin tatsächlich schon zurück am Weiher. So problemlos und unkompliziert hatte ich es mir wahrlich nicht vorgestellt. Gut auch, dass ich wieder vom Läufer zum Geher werden kann.

Auf dem Weg zurück zum Bahnhof setzt kalter Regen ein.

 

Noch eine Tour in der Gegend von Saarbrücken:

Tour 48 Von Saarbrücken nach Béning-lès-St.-Avold

Die Geschichte dieser Wanderung ist eine Geschichte

des beginnenden Frühlings.

Es ist die Geschichte einer milden, flüsternden Wind-

stimme über stillen Wiesen und Äckern, die manchmal

nicht mehr ist als ein kaum hörbarer Hauch, manchmal

sogar noch weniger als ein Hauch, etwas, das nur noch

als lautloses Wehen…    weiterlesen      Bildergalerie

 

6 Replies to “TOUR 44: BHF FISCHBACH – WILDER NETZBACHPFAD & URWALDTOUR”

  1. Wieder ein toller Bericht. Für Dezember sah das ja fantastisch aus, was die Wetterbedingungen betrifft. Sind diese Industrieüberbleibsel eigentlich sehr zahlreich dort?

    Sylban

    1. Also zumindest bei der Urwaldtour stellen die Zeugnisse der Industriegeschichte wohl Teil des Konzepts dar. Zahlreich? Also im gesamten Bereich des Saarkohlenwaldes – ca. 60 Quadratmeter – vermutlich schon, auf der Urwaldtour selbst stechen eben der im Blogtext erwähnte Absinkweiher und die Spitzkegelhalde „Kleiner Fuji“ heraus. Offenbar bleibt ein gewisser Teil des Waldes seit einigen Jahren sich selbst überlassen, sprich es finden keine Eingriffe durch den Menschen statt. Außerdem werden von der Forstscheune Neuhaus aus immer wieder Aktionen gestartet. Z. B. las ich auf einer Ankündigung etwas von Fledermausbeobachtung.
      Vielleicht sollte ich im Sommer mal wieder dort vorbeischauen.:-)

  2. Wieder hast du es geschafft, die Leser mit deiner Sprache einerseits und mit der Schilderung der Wanderung andererseits zu fesseln. Ich hoffe bald auf mehr…

    Grüße, Mata

    1. Vielen Dank für deinen Kommentar.:-)
      Die Blogbeiträge werden nun wieder deutlich regelmäßiger werden. Ich hoffe, dass sich so in etwa ein 10-Tage-Rhythmus einpendelt. Auf jeden Fall werde ich im alten Jahr noch eine Tour machen und dann am 2. Januar schon die nächste, wenn nichts dazwischenkommt.:-)

      Beste Grüße
      Torsten

  3. Und wieder einmal hat die Zeit gegen dich gearbeitet, wie schon so oft bei Touren um diese Jahreszeit. Dass du dann zum Schluss wegen der schnell einbrechenden Dunkelheit sogar aus dem Wald LÄUFST, hattest du so auch noch nicht, oder? Die Tour selbst scheint ziemlich abenteuerlich gewesen zu sein, ging es doch sprichwörtlich über Stock und Stein.
    Und wieder einmal bin ich beeindruckt von deinem Schreibstil, von Ausdrücken wie „sphärischem Zauberlicht“ und überhaupt von einem wunderbar poetischen Ausdruck, der bei mir sofort Bilder im Kopf entstehen lässt – einfach nur toll!

    Viele liebe Grüße
    Jana

    1. Vielen Dank für deinen schönen Kommentar, liebe Jana.:-)
      Doch, bei Tour 5 – dem Nahe-Felsen-Weg in Idar-Oberstein vor rund anderthalb Jahren – da bin ich auch mal eine Strecke gelaufen, weil es zu gewittern begann. Seitdem hat sich aber so manches geändert, u. a. die Länge der Touren.
      Die poetisierten Abschnitte habe ich seit einiger Zeit eingefügt, weil sie oft gut zu den Eindrücken der Wanderungen passen. Allerdings gehe ich insgesamt ja doch recht sparsam damit um, und das soll auch so sein.
      Die beiden Wanderwege haben sich gut ergänzt und für Dezemberverhältnisse war das eine wirklich schöne Wanderung ganz nahe vor den Toren Saarbrückens. Es gibt dort noch einen dritten Premiumweg, den Frohn-Wald-Weg, den ich auch ins Auge gefasst hatte. Den werde ich vielleicht auch noch diesen Winter machen, weil er für mich gut zu erreichen ist und weil ja doch noch einige kurze Tage vor uns liegen, an die ich die Länge meiner Touren anpassen muss.
      Ganz liebe Grüße
      Torsten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*