TOUR 87 – VON LANDSTUHL NACH BRUCHMÜHLBACH-MIESAU

Es ist immer so eine Sache, wenn man sich dazu entschließt, eine Wanderung zu unternehmen, bei der man auf nahezu jegliche Vorbereitung verzichtet, auf Hilfsmittel wie GPS, Karten usw. sowieso.
Man muss sich entweder darauf verlassen, dass die Strecke gut ausgeschildert ist, oder darauf, dass sich schon irgendwie eine Lösung finden wird, falls das nicht der Fall sein sollte.

Es hat Touren gegeben, da war von vornherein absehbar, dass mich diese Herangehensweise in Schwierigkeiten bringen würde. Ich bin sehr oft nicht auf der ursprünglich vorgesehenen Route ans Ziel gekommen. Oder erst nach hundert Umwegen. Oder ich war gezwungen, während der Tour das Ziel völlig neu festzulegen.
Vorausgesetzt, man ist körperlich fit und muss nicht befürchten, sich durch weite Umwege zu überanstrengen, ist das Ganze sicher eine Frage der Einstellung.
Im Voraus nichts zu kennen als den Startpunkt, den Zielort, und dazu höchstens noch eine sehr grobe Vorstellung vom Verlauf der Strecke zu haben, das ist bestimmt nicht jedermanns Sache. Es öffnet die Tür für Unvorhersehbares und für Überraschendes – und das muss man wollen, sonst wird man unter Umständen wenig Freude an der Wanderung haben.

Eine Tour ins Blaue hinein ist das heute allerdings nicht. Die Westpfalz ist alles andere als unbekanntes Terrain für mich, außerdem will ich mich am Verlauf des Jakobsweges orientieren, bei dem ich mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit davon ausgehen kann, dass er ausreichend ausgeschildert ist.

Es ist kurz vor Mittag, als ich in Landstuhl am Bahnhof ankomme.
Es ist ein warmer Tag, der aber trotzdem noch etwas von der Unschärfe und der Unbestimmtheit eines gerade erst beginnenden, dämmrigen Morgens hat.
Der Himmel ist ein Mosaik aus weißen Wolkenfeldern und Flächen aus wässrigem Blau, irgendwie dunkel und hell zugleich.
Aber nicht mehr lange und von der Unschärfe wird nichts mehr übrigbleiben und es wird einfach nur noch ein heller, durchsichtig klarer Sommertag sein.

Der Jakobsweg soll ein paar hundert Meter vom Bahnhof entfernt verlaufen, es sollte also kein Problem sein, ihn zu finden.
Ich wandere einfach die nächstgelegene Straße hinauf und es dauert auch wirklich nicht lange, da entdecke ich zum ersten Mal die sattsam bekannte Jakobsmuschel.

So gut die Sache beginnt, so zäh ist die Fortsetzung.
Kaum im Wald, probiere ich erst einmal einen falschen Weg aus, dann sogar noch einen zweiten, ehe ich nach knapp einer Stunde Verzögerung schließlich den richtigen wähle. Allerdings gibt es zu diesem Zeitpunkt auch keinen anderen mehr, der noch in Frage käme.
Lange Zeit bin ich mir trotzdem nicht einmal sicher, ob ich mich tatsächlich auf dem richtigen Weg befinde, denn die Jakobsmuschel zeigt sich für viele Kilometer nirgends mehr.
Aber der Pfad sieht verdammt nach Wanderpfad aus und ich marschiere ziemlich genau nach Westen, also in die Richtung, in der mein heutiges Ziel liegt.
Damit gebe ich mich fürs Erste zufrieden.

Es wäre auch wirklich Zeitverschwendung, mich im Augenblick mit allen möglichen Eventualitäten zu beschäftigen und mich dadurch davon ablenken zu lassen, was sich mir hier darbietet.
Ich wandere nämlich durch so eine Art kleines Paradies.
Um mich herum ein vom Mittagslicht illuminierter Wald, sanftes Licht in den Baumspitzen, dunkleres im Schatten der Stämme.
Die Sonne ist nur als dünner, weißer Punkt irgendwo über den Baumspitzen zu erahnen.
Der Pfad ist einer jener verschlungenen, rinnsalähnlichen Gebilde, bei denen man sich fühlt, als würde man einer sichtbar gewordenen Spur des Windes folgen.

Im Nachhinein werde ich mich an manches ganz detailliert erinnern, was mir im ersten Moment des flüchtigen Erfassens noch gar nicht so richtig bewusst wird – der besondere Lichteinfall, der den Pfad an einer Stelle im ersten Moment wie einen Bestandteil eines Sonnenstrahls erscheinen lässt zum Beispiel, oder die Stelle, an der mir zum ersten Mal auffällt, dass die Böschung von zahllosen Steinbrocken unterschiedlicher Größe bedeckt ist. Und so weiter.

Die ganze Zeit bleibt der Pfad schmal wie ein Fenstersims.
Meistens verschwindet er nach wenigen Metern schon wieder hinter einer Kurve. Dort aber, wo man mal hundert Meter freie Sicht hat, erinnert der Anblick an einen naturbelassenen Bachlauf.

Die Zahl der Steine nimmt immer mehr zu und größer werden sie auch. Anfangs sind es meistens nur kleine Exemplare, die aussehen, als würden sie aus der Erde herauswachsen, schon bald aber laufe ich an großen, massiven Blöcken vorüber und schließlich sehe ich ein monumentales, zerklüftetes Felsenriff vor mir, der Pfad wird noch ein Stück schmaler, es sieht beinahe aus, als würden die Felsen ihn zusammenpressen.

Es ist nahezu vollkommen still, zum ersten Mal seit meinem Aufbruch.
In den Wipfeln ein ruhiges, beständiges Glimmen, das stammabwärts immer dunkler wird.
Sekunde reiht sich an Sekunde und in jeder einzelnen davon ist die schlichte Schönheit dieses Ortes so präsent wie die Felsen selbst.

Am Wegrand bemerke ich ein Schild, auf dem ich die Bestätigung dafür entdecke, dass ich mich tatsächlich auf dem Jakobsweg befinde.
„Fleischhackerloch/Krämerstein“ wird als Standort angegeben.
Was bedeutet, dass ich mich gerade einmal etwas mehr als einen Kilometer von meinem Startpunkt entfernt habe, und das, obwohl ich bereits weit mehr als eine Stunde unterwegs bin. Die Umwege zu Beginn haben mich also tatsächlich jede Menge Zeit gekostet.

Bei dem Namen „Krämerstein“ muss ich in diesem Moment jedoch an etwas ganz anderes denken als an irgendwelche heute ohnehin nicht relevanten Zeitabläufe.
Genau hier nämlich wurden im Jahr 1919 Szenen des deutschen Westerns „Bull Arizona, der Wüstenadler“ gedreht. Die rund fünf heute noch erhaltenen Minuten dieses Films hatte ich mir ja schon im Zusammenhang mit Tour 79 und namentlich den Dossenheimer Steinbrüchen angeschaut, die ebenfalls als Drehort für den Streifen herhalten mussten.
Wenn man sich so umsieht – die hohe Felswand, die steil abfallende Böschung samt Schlucht, und wenn man sich das alles rund hundert Jahre urwüchsiger denkt – dann ist das damals sicher eine gute Wahl gewesen.

Ich marschiere weiter.
Der Pfad bleibt schmal, nur die Böschung rechts ist nicht mehr ganz so abschüssig.
Immer noch diese Steine.
Einige davon ragen in den Weg hinein oder liegen wie große, graue Splitter auf dem Weg.
Das ruhige Glimmen ist abgelöst worden von einem schönen grünlichen Schimmern, die Schatten schwächen fast nichts mehr ab, sie sind eher Teil des Schimmerns geworden.
Es sind leichte, sich ständig in Bewegung befindende Flatterschatten und sie gehören für mich zum Sommer wie die Gewissheit langer, warmer Tage, Geräusche, die man nur an Sommertagen vernimmt, Geräusche, die der Wind herbeiträgt, die uferlosen Blickfelder und einiges mehr.

Irgendwann haben die Felsen ein Ende und der Wald wird erheblich lichter.
Gerade denke ich, eigentlich müsste ich jeden Moment den Waldrand erreichen, da ist es auch schon so weit.
Ich stehe am Rande einer Landstraße, auf der ein Auto nach dem nächsten vorbeirauscht.
Viel Auswahl, was die Richtung angeht, die ich einschlagen könnte, habe ich nicht, denn links und geradeaus von mir erstreckt sich das Areal des Landstuhl Regional Medical Center, einer Einrichtung der US Army, und dorthin zurück, woher ich gekommen bin, will ich natürlich auch nicht.
Ich wende mich also nach rechts.
Überquere eine Autobahn, biege dann linkerhand auf einen Asphaltweg ab und wandere geradeaus an einem Komplex vorbei, der sich als Reha-Center entpuppt.

Ich hätte besser aufpassen müssen.
Das wird mir aber erst klar, als es zu spät ist.
An einem Baum gleich zu Beginn des Asphaltweges sehe ich die Jakobsmuschel noch, aber danach laufe ich eine Viertelstunde und länger unter der prallen Julisonne über den aufgeheizten Asphalt, ehe mir langsam dämmert, dass ich mich wieder auf Landstuhl zubewege statt davon weg.

Irgendwie setzt sich bei mir aber der Entschluss fest, trotzdem nicht umzukehren, sondern lieber zu versuchen, auf einem Bogen auf den Jakobsweg zurückzukehren.
Ein ziemlich gewagtes Vorhaben, das natürlich scheitert.
Eine Weile sieht es zwar so aus, als müsste ich einfach nur ein, zwei Abzweigungen in die richtige Richtung finden, aber erstens weiß ich gar nicht hunderprozentig, wo überhaupt die richtige Richtung zu suchen ist, und zweitens stoße ich während der ganzen Zeit nur auf eine einzige Abzweigung und die kommt nicht in Frage.
Das Ende vom Lied ist, dass ich schließlich doch umkehre und zwei Kilometer weit zurücklaufen muss, bis ich wieder bei der Stelle angelangt bin, wo ich die Jakobsmuschel zuletzt gesehen habe.

Statt geradeaus laufe ich nun nach rechts und das erweist sich als richtig.
Um weitere Irrwege zu vermeiden, nehme ich mir vor, von nun an, falls sich nirgends ein Wandersymbol zeigt, grundsätzlich in westlicher Richtung zu wandern.
Denn solange ich nach Westen gehe, kann ich zumindest nicht in eine völlig falsche Richtung abdriften.

Mittlerweile ist es sehr warm geworden.
Kein Vergleich zu den Hitzesommern der letzten Jahre, als man mitunter gar nicht so genau wusste, ob man sich wirklich noch in Deutschland aufhielt oder auf irgendeine Weise in die Region Murcia oder andere Trockengebiete Europas geraten war, aber um die 30 Grad sind es sicherlich.

Trotz des dritten langen Umweges habe ich noch mehr als genug Zeit.
So viel Zeit, dass ich mich bedenkenlos in ein Gespräch mit einem Gärtner verwickeln lassen kann, der ein Beet am Rande des vorhin erwähnten Reha-Zentrums bepflanzt.
Kaum habe ich das Wort Jakobsweg ausgesprochen, fängt er wie aus der Pistole geschossen an, alle möglichen Dinge aufzuzählen, die mich auf den nächsten Kilometern erwarten werden.
Mammutbäume, das bleibt mir von seinem Redeschwall vor allem in Erinnerung.
Mammutbäume.
Ich bin gespannt.

Ich wandere wieder in den Wald hinein.
Es ist ein dichter, aber trotzdem ziemlich heller Laubwald, in dem ich mich aber nur kurze Zeit aufhalte.
Nach wenigen Minuten schon überquere ich eine schmale Landstraße und zum ersten Mal habe ich danach so etwas wie freie Sicht.
Im ersten Moment habe ich den Eindruck, dass mein gesamtes Blickfeld von einem stechend grünen Maisfeld eingenommen ist.
Dann ordnen sich die Dinge.
Das Maisfeld.
Am Rande des Feldes ein Gehöft.
Dahinter Wiesen, Hügel und ein Wald.
Der Himmel darüber wirkt wie ein gläsernes Kuppeldach.

Zum ersten Mal seit längerer Zeit führt der Pfad nun wieder bergan.
Ein ruhiges, fast dämmriges Licht umgibt mich.
Aus der Richtung des Gehöftes höre ich Stimmen, die nach und nach verebben.
Sommerstimmen, hell und schwerelos.
Danach für eine Weile nur Baumrauschen.
Ich laufe einen großen Bogen und dann stoße ich unmittelbar am Rande der Straße auf die Mammutbäume.

Die Rast, die ich im Schatten der großen Bäume einlege, hat etwas von einer Naturmeditation. Und das, obwohl auf der nahen Straße alle paar Sekunden ein Auto vorbeifährt.
Ein Oberförster hat die Bäume im Jahre 1868 hier gepflanzt, was damals vermutlich eine ziemlich absonderlich anmutende Aktion gewesen ist.
Wahrscheinlich ungefähr so, als wenn man heutzutage einen Wald aus Stahlrohren mitten ins Grüne setzen würde.
Nichtsdestotrotz umgibt die Bäume eine Aura von majestätischer Erhabenheit.

Die bloße Präsenz der Bäume an sich weckt bereits ein Gefühl innerer Ausgeglichenheit.
Man ist nicht allzu weit von der Vorstellung entfernt, dass man einfach nur hier verharren müsste und schon würde wie von selbst das Gute in die Welt hineingetragen oder so etwas.
Kurz und gut – es ist wirklich ein schöner, ein besonderer Ort.

Über den Daumen gepeilt neunzig Prozent der heutigen Wanderung verlaufen durch Wald.
Leider beginnt kurz nach meinem Aufbruch von den Mammutbäumen ein Schotterweg, der auch nicht wie erhofft nach ein paar hundert Metern schon wieder endet, sondern der auch nach zwei Kilometern noch da ist und nach drei und nach vier Kilometern ebenfalls.
Von all den Belägen, mit denen man sich im Laufe der Zeit als Wanderer so zurechtfinden muss, ist Schotter für mich der unangenehmste, vor allem wenn viele richtig große Steine auf dem Weg liegen.
Wenn ich mich in der Gegend besser auskennen würde, dann würde ich vielleicht auf einen der schmalen Pfade ausweichen, die ich von Zeit zu Zeit irgendwo in der Tiefe des Waldes ausmache, aber ich weiß nullkommanull über deren Verlauf, deshalb muss ich in den sauren Apfel beißen und auf dem Schotterweg bleiben.

Ich laufe die ganze Zeit exakt nach Westen, genau, wie ich es mir vorgenommen habe.
Oft ist der Weg gerade wie an einem Lineal ausgerichtet, ab und zu driftet er ein wenig nach rechts oder links, aber von Schleifen oder Mäandern kann keine Rede sein.
Für viele Kilometer existieren Steigungen so gut wie überhaupt nicht.
Vereinzelt zeigt sich die Jakobsmuschel an irgendeinem Baum, aber an einer Kreuzung in der Nähe von Hauptstuhl entschließe ich mich, geradeaus weiterzugehen, obwohl der Jakobsweg nach links führt.

Endlich hört der Schotter auf und ich habe weichen Waldboden unter den Schuhsohlen.
Eine weiße Sommernachmittagssonne glüht über den Baumwipfeln. Auch im Schatten der Bäume ist es jetzt so warm wie am Vormittag unter praller Sonne. Trotzdem lässt es sich noch gut aushalten und ist weit entfernt von einem unerträglichen Hitzetag.

Ich schätze, dass ich bis Bruchmühlbach vielleicht noch vier oder fünf Kilometer zu gehen habe, vorausgesetzt, ich finde einen Weg, der mich dahin bringt.
Insgeheim hoffe ich darauf, dass ich früher oder später auf den Sagenhaften Waldpfad stoßen werde, den ich von einer meiner ersten Touren her kenne und der am Rande von Bruchmühlbach beginnt.
Das wäre die Lösung aller Lösungen.

Für ganze zweihundert Meter schlängelt sich der Pfad mal nicht durch den Wald, sondern am Waldrand entlang.
Ein Maisfeld, ein Weizenfeld, Wiesen.
Grün. Gelb. Grün.
Weiter weg eine Straße. Das Geräusch der Autos ist allerdings nicht zu hören.
Vogelgezwitscher, Wipfelrauschen und die Bewegung der Halme im Wind, das ist die Geräuschkulisse.
Zuhören und schauen, minutenlang.
Am liebsten würde ich eine halbe Stunde hier stehen, aber es kann auch nicht schaden, wenn ich allmählich in Erfahrung bringe, wie ich nach Bruchmühlbach komme.

Im Wald wird es voller.
Solojogger und Jogger in Gruppen begegnen mir im Minutentakt.
Am Rande eines abschüssigen, in wilden Kurven hügelab führenden Pfades entdecke ich einen Parkplatz. Motorengeräusche startender Autos und Stimmen dringen zu mir herauf.

Dass mich unten wieder ein Schotterweg erwartet – Schwamm drüber.
Das wird mehr als aufgewogen durch die Tatsache, dass tatsächlich eintritt, was ich erhofft habe. Am Wegrand entdecke ich nämlich eine Karte des Sagenhaften Waldpfades, und was fast noch besser ist, der Waldpfad verläuft keine 100 Meter von hier.
Ich muss nur die Straße überqueren und eine Treppe hinabsteigen, schon bin ich da.
Damit löst sich jede Ungewissheit von einer Sekunde zur nächsten in Nichts auf.
Wie schon so oft.

Ungefähr drei Kilometer plus minus x lege ich auf dem Waldpfad zurück.
Und obgleich die damalige Wanderung mehr als vier Jahre zurückliegt, erkenne ich viele Einzelheiten wieder und erinnere mich an den Verlauf des Weges oft so genau, als wäre ich ihn im Juni 2020 zuletzt gewandert und nicht im Juni 2016.

Den schmalen, an einem wuchtigen Felsbrocken vorüberführenden Pfad sind wir damals nicht hinuntergelaufen, sondern hinauf. Die Skulpturen in der Nähe des Weihers sind auch immer noch da. Und auch an die schluchtähnliche Passage gleich zu Beginn erinnere ich mich gut.
Nach dem Blindflug der letzten Stunden ist es, als hätte ich viele Kilometer weit eine Augenbinde getragen und würde sie jetzt endlich abnehmen.

Als ich den Wald verlasse und an stillen Feldern vorüber auf Bruchmühlbach zutrabe, ist längst der Abend hereingebrochen.
Ich spüre keinerlei Müdigkeit.
Nur die Trinkvorräte gehen allmählich zur Neige, deshalb ist es gut, dass die Wanderung jetzt ihren Abschluss findet.
Auf den knapp zwei Kilometern durch die Straßen von Bruchmühlbach – oder genauer gesagt Bruchmühlbach-Miesau – habe ich Zeit, darüber nachzudenken, ob man sich vier Jahre nach einer Wanderung an die gleichen Dinge erinnert wie unmittelbar danach. Und darüber, wie dauerhaft die Erinnerung an die besonders schönen Dinge wohl sein mag.

4 Replies to “TOUR 87 – VON LANDSTUHL NACH BRUCHMÜHLBACH-MIESAU”

  1. Danke für den schönen Text. Mittendrin statt nur dabei, oder wie heißt es so schön. Auch wenn ich die Gegend überhaupt nicht kenne, habe ich jetzt eine deutliche Vorstellung davon, wegen Fotos UND Text.

    VePe

  2. Deine Beschreibungen sind wieder so anschaulich, dass sich in meinem Kopf Bilder formen, dass ich meine, die Sonne intensiv auf der Haut zu spüren, das Baumwipfelrauschen zu hören …
    Dass du unterwegs auf Mammutbäume getroffen bist, war sicher eine Überraschung, oder? Genau das ist ja das Schöne an Wanderungen, die man nicht bis ins kleinste Detail plant.
    Erstaunlich finde ich, dass du dich nach vier Jahren und einer Vielzahl weiterer Wanderungen noch so gut an Einzelheiten des Weges erinnern konntest!

    Liebe Grüße
    Jana

    1. Vielen Dank, liebe Jana.:-)
      Manche Wanderungen lege ich genauer fest, manche eben weniger. Und ich lasse mir immer Raum für spontane Entscheidungen. Diesmal bin ich nicht nur von den Mammutbäumen überrascht worden, sondern auch schon davon, wie toll der Weg auf den ersten Kilometern hinter Landstuhl war. Einen solch schönen Pfad hatte ich da wirklich nicht erwartet. Ich denke, ich werde in absehbarer Zeit noch eine Etappe auf dem pfälzischen Jakobsweg machen.:-)

      Liebe Grüße
      Torsten

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