Inspiration

Im Grunde ist es einfach.
Je weniger Zwang, je weniger Dringlichkeit, je weniger sich selbst auferlegte Vorgaben, desto befreiter wird das Gehen.
Man kann sich vom ersten Schritt an in eine Abhängigkeit von Daten und Zahlen begeben, man kann das Wandern zu einer tabellarischen Angelegenheit von Kilometern, Geschwindigkeiten und Koordinaten machen, so dass es beinahe nur noch eine Begleiterscheinung ist.
Oder man kann … loswandern.

 

 

 

 

 

 

Am liebsten würde man durch die Luft spazieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

Das sind die Augenblicke, in denen man lernt, geduldig zu sein, die Geduld zuzulassen, zu erkennen, dass es Momente gibt, in denen man nicht durch Betriebsamkeit oder Anstrengung vorankommt, sondern durch Innehalten, durch Garnichtstun.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Nun habe ich erst, seit ich um des Gehens willen gehe, begreifen gelernt, was das Gehen ist. Man glaubt gar nicht, wie eine Sache ganz anders ausschaut, wenn man sie nicht als bloßes Mittel behandelt, dann tut sie erst ihr Wesen auf, gibt ihren Sinn her und lässt ihre heimliche Schönheit sehen.“

Zitat aus einem Feuilletonbeitrag („Vom Gehen“) des österreichischen Schriftstellers Hermann Bahr (1897)

 

 

 

 

 

 

 

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